Der Adler hat Flügel, Herr Skibbe
Bajramovic drückte das recht drastisch aus: "Wir waren alle ein bisschen im Arsch.
Erneut zeichnete sich die über weite Strecken der ersten Halbzeit ballsichere Eintracht durchläuferische Defizite aus. Das, so könnte man meinen in der 1. Bundesliga, dürfte nun wahrlich nicht passieren. Eher gewinnen wirklich fitte Mannschaften, wie es einst der VFL WO mal war, Meisterschaften. Aber das Mannschaften teilweise sogar Konter verweigern, hat man nicht so oft gesehen.

Heute, beim Spiel unserer Eintracht, wurde die läuferische Schwäche wieder sichtbar. Bei Ballgewinn, den es gegen die erschreckend schlechten Breisgauer doch häufig gab, fehlten stürmische, auf Torerzielung gerichtete Läufe unsere Mannen. Vielleicht, weil sie froh waren, die Abwehrsituation gelöst zu haben, vielleicht, weil man einfach nicht davon ausging, das Ende des Dreisam-Platzes bei einigermaßen vernünftiger Körperverfassung zu erreichen. Umso schöner natürlich, dass man mit dieser außerordentlich durchwachsenen Vorstellung drei Punkte mitnehmen kann, bevor es in die nächsten möglicherweise herberen Punktespiele gegen Hamburg und Stuttgart geht.
Nichtsdestotrotz bleibt es verwunderlich, dass eine der damaligen Waffen (noch im Aufstiegsjahr und im Bundesliga-Jahr danach) nämlich der gepflegte Konter nicht mehr so gepflegt vorgebracht wird oder werden kann, wie es Erfolg versprechen könnte. Nicht auszudenken, was dann wäre.
Dies liegt unteranderem an den gestützen Flügel der Eintracht. Man ist ja seit der schweizerischen Gelassenheit und Nicht-Offensive auf der linken Seite einiges gewohnt. Aber dass in einem Spiel fast oder überhaupt nichts über einen der Flügel kommt, das ist wirklich brutal. Zumal man mit Jung, Korkmaz und Köhler Spieler hätte, die einen Ball in der Nähe der Seitenlinie offensiv einsetzen können:
Herr Skibbe, ein Adler hat auch Flügel.

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