Eintracht Beton gegen Mainzer Spaß
Da kamen die lustigen Mainzer und wollten auch beim Nachbarn in Frankfurt gewinnen, um weiterhin oben bei den internationalen Plätzen mitzumischen. Schön sah es teilweise aus, was die Jecken da gekickt haben. Nur war die Eintracht an diesem Tag schlauer.
Trotz Heimspiel erwartete man die Pfälzer weit in der eigenen Hälfte und lief dort auf die massierte, betonierte und aggressive Eintracht-Abwehr auf, die Ivanschitz zur Verzweiflung und Bancé in Rage brachte.
Chris und Russ lösten das ganze überwiegend durch ihr fussballerisches Geschick, wenn auch ab und an glücklich und mit Unterstützung durch Reaction-Oka oder unfähige Mainzer. Spycher wiederum wackelte wieder vermehrt, konnte sich aber in der 2. Hälfte fangen. Und Franz beschränktes fussballerisches Talent mündete doch in einigen gefährlichen Angriffen über die Mainzer linke Seite. Jedoch führte Franz’ psychologischen Fähigkeiten insbesondere in der zweiten Halbzeit zur Kopfblockade bei einigen Mainzer Spielern, Ersatzbankdrückern und Manager und Trainern, mit der Folge, dass sich die Jungs gar nicht mehr so richtig auf Fussball konzentrieren wollten.
Wie man den Typ hassen kann, wenn er in der gegnerischen Mannschaft spielt, hat die Eintracht ja öfters in den A5-Derbys gegen Karlsruhe zu spüren bekommen. Wenn er in den eigenen Reihen aufläuft, ist er insbesondere bei einem solchen Spiel trotz arg limitierten Kickerei-Talent nahezu unersetzbar.
Die Redaktion, die seit 15.00 am Samstag nachmittag ordentlich dem Pils-, Ouzo- und Jägermeistegenuss fröhnte, nahm den Sieg zum Anlass, die Flüssigkeitszufuhr auch nach Spielschluss nicht abreißen zu lassen und begab sich umgehend in die Spaßzentrale am Hauptbahnhof, das Kronprinzeneck. Zu den Klängen von Peter Maffay wurde das taktische Konzept erneut anaylisiert. Auch der Jägermeister-Taktiktisch offenbarte, dass Skibbe dem bisherigen Taktik-Fuchs Tuchel heute ein Schnippchen geschlagen hat. Mit so einem defensiven Eintracht-Beton hat man wohl in der Pfalz nicht gerechnet.
