Eintracht Frankfurt Blog

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Der leitende Angestellte übt Druck aus? Zurecht?

Heute in der Mittagsstunde erreichte Frankfurt die Meldung: Skibbe droht mit Rücktritt. In einem internen Kreis soll Skibbe verkündet haben, dass er im Sommer zurücktritt, wenn sich nicht's ändere, will Sundermann von der Bild wissen.

Der interne Kreis setzte sich wohl aus hr und FR-Journalisten zusammen. Denn kurze Zeit später beim Hessischen Rundfunk: "Wir sind in einer Situation, in der Eintracht Frankfurt nicht mehr in der Lage ist, sich zu entwickeln", so Skibbe im hr. Insbesondere die derzeitige Verletzenmisere führte er als Hindernisan: "Der Kader ist ausgedünnt. Ich mache mir große Sorgen. Wir gehen gehandicapt in die Rückrunde." (FR). Dort weiter: "Perspektivisch wird man nicht vorankommen. Es ist keine Entwicklung mehr möglich. Auch in der kommenden Saison wird es nicht besser."

Von Bruchhagen ist dagegen, wie so oft, unmittelbar nach solchen Äußerungen seines leitenden Angestellten keine Aussage zu entlocken.

Was will uns der Herr Trainer mit diesen Äußerungen sagen? Insbesondere nachdem die Eintracht die Vorrunde so gut wie schon lange nicht mehr abgeschlossen hatte?

Ich bin ein wenig verwundert, ob dieses anscheinend nicht emotionalen (wie nach dem Spiel gegen Leverkusen), sondern rational geplanten Ausbruchs und der Aussagen des Übungsleiters. Will er zu einer Diskussion über die Führungsspitze des Vereins anregen, sich jetzt bereits für eine möglicherweise schlechte Rückrunde entschuldigen oder hat er einen lukrativen und interessanteren Arbeitgeber im Auge?

Fragen über Fragen.

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Kommentare (4)

Jan 10, 2010
Jürgi said...
der soll sich verpissen, der regt mich auf.
Jan 10, 2010
Jens Decieux said...
Ja, die Außendarstellung ist sicherlich überdenkenswert. Allerdings hat er ja auch einiges erreicht mit der jetzigen Mannschaft.

Recht geb ich ihm insofern, als dass mehr mit dem jetzigen Spielerpotenzial mittelfristig nicht zu erreichen ist. Hier ist sicherlich Verstärkung von außen notwendig.

Jan 10, 2010
Sven said...
Ich kann ihn verstehen. Absolut. Man stelle sich vor Liberopoulus und Chris verletzen sich. Was dann? Nur noch zwei gesunde Innenverteidiger (Franz und Russ), im defensiven Mittelfeld würde es dann auch arg eng und im Sturm wäre kein Spieler mit Profierfahrung mehr vorhanden.

Und was soll nächste Saion denn kommen, wenn tatsächlich weiter kein Geld für Verpflichtungen in die Hand genommen wird. Man soll sich ja nicht überschulden, aber ein klein wenig Investition ist nötig.

Die Verpflichtungen der kürzeren Vergangenheit (Caio, Fenin, Korkmaz) haben sich bisher nicht ausgezahlt. Das ist nicht das Verschulden des Trainers, sondern da muss sich der Vorstand und dessen Vorsitz an die eigene Nase fassen.

Jan 10, 2010
Jens Decieux said...
Verstehen kann ich ihn inhaltlich auch. Seine Lage ist mit dem momentanen Kader nicht sehr prickelnd. Er hat das bestmöglichste erreicht. Da wird auch nächstes Jahr nicht mehr kommen, auch wenn hoffentlich einige unserer jungen Wilden, wie Jung, Alvaret oder Titsch-Rivero einschlagen werden.

Allerdings stimmt meines Erachtens die Art und Weise nicht. Seine Aussagen sind allzu schnell in der Presse, der Weg führt ihn leider nicht so oft ins Vorstandszimmer. Das ist der eigentliche Affront, den ich sehe.

Gerade in seiner Kritik des bisherigen Kaders müsste er verstehen, wie eher misslungen die Transfers der letzten Jahre waren und an dieser Stelle konstruktiv mitarbeiten (hat je einmal geklappt) oder Änderungen fordern.

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